Wo waren wir zuletzt? Ah ja, in Wanaka. Von dort aus sind
wir wie angekündigt an die Westküste zu den Gletschern. Die zwei größten sind
der Fox Gletscher und der Franz Josef Gletscher (die Begeisterung für den Namen
ist immernoch da) ... und für unsere österreichischen Leser...der Name ist eurem alten Kaiser gewidmet...Ihr seit´s auch überall zefix no amoi! :-)
Beide Gletscher sind lediglich 300 Meter über dem
Meeresspiegel und reichen am unteren Ende bis in den Dschungel hinein. (was sie
wohl nahezu einzigartig macht)
Der Fox war aufgrund des besseren Wetters näher zu
betrachten, beim Franz Josef am Folgetag war es dann meeeeeeega windig!
Meeeeeeggggaaaaaa!!! Grad das wirs noch geschafft haben auf unseren Beinen zu
bleiben. Und das ist – beinahe – nicht übertrieben!!!
Daraufhin ging es die Westküste weiter Richtung Norden, wo
wir unterwegs wir immer wieder kleine Wanderwege fanden, welche wir euch
natürlich auch nicht vorenthalten wollen.
Nach ein paar Tagen des Wanderns sind wir dann also die
Küste weiter gen Norden nach Greymouth und von dort aus über den Arthur Pass
quer durch die Berge zurück zur Ostküste. Unterwegs kamen wir bei Castle Hill
vorbei. Woher diese Steine so ganz genau kommen? Keine Ahnung! Aber supercool
sehen sie aus, oder nicht?
Zurück an der Ostküste ging es dann gleich weiter Richtung.
Nächstes Ziel war Kaikoura. Kaikoura ist ein kleines Städtchen, was berühmt für
seine Wale und Delphine ist. Diese Touren aufs Meer bieten zwar eine 95 % Rate
was das „Sehen von Walen“ angeht, lassen sich dies aber fürstlich entlohnen. So
haben wir weiter das Festland erwandert und konnten so einige Seelöwen hautnah
erleben.
ABER! Wer das cool findet! Obacht….jetzt kommts wieder „noch
besser“
Kurz nach Kaikoura – auf unserem Weg Richtung Picton – haben
wir einen kleinen Wanderweg neben einem Bach den Wald hinauf gefunden. Oben am
Bach war ein wunderschöner Wasserfall mit einem kleinen „Pool“ am Ende. Und da
haben bestimmt 30 – 40 (und das ist ausnahmsweise nicht übertrieben)
Babyseelöwen gespielt und sind durchs Wasser gesprungen. Das war echt cool!
Von dort aus sind wir dann wie gesagt nach Picton. In Picton
fährt die Autofähre die uns gestern zur Nordinsel und damit nach Wellington
gefahren hat. Wir waren zwar zugegeben etwas traurig diese schöne Landschaft zu
verlassen, freuten uns aber schon auf die nächsten 2,5 Wochen „Nordinsel“.
Und diese gehen hier mit Wellington schon mal….sagen wir mal…spannend
los.
Raus aus der Fähre sind wir zum ersten Campingplatz. War ja doch
schon recht spät….also hin, geparkt und raus. Während Michi sich mit dem
Neuseeländischen „Nachbarn“ gerade bei einem angebotenen Bier unterhielt, begann
Katja und unser Camper plötzlich auffällig zu wackeln. Spätestens als Michis
Beine mitschwankten (das war nicht das Bier!) war alles klar! Erdbeben!
Im Endeffekt war es das stärkste seit bestimmt 25 Jahren und
mit der Stärke von 6,5 auf der Richterskala sogar ungefähr so stark wie das,
welches Christchurch vor zwei Jahren zerstörte. (Gott sei Dank war das Epizentrum
aufm Meer draussen)
Die Stadt selbst war heute dann auffällig leer, da einige
Gebäude erstmal überprüft werden, Risse in den Häusern und Straßen gerichtet werden müssen und deshalb viele Leute frei haben. Das
hat aber den großen Vorteil, dass wir uns schon Mittags mit Myrsini und Marcus
treffen konnten. (Katja hat mit Myrsini in Spanien studiert und Myrsini wohnt
mittlerweile fest in Wellington)
Danke auch hier nochmal an euch zwei! War echt sooo cool
euch zu treffen!!! (und danke für das Weißwurschtfrühstück - Ihr wisst wie man uns glücklich macht! - war auch mit baked beans super lecker) :-)
Ansonsten spielt das Wetter weiterhin gut mit, wir haben
angenehme sonnige Tage, genießen deutsches Bier (das ist das billigste – wir
werten das als „Zeichen“), Tiroler Gröstl, Bratwurst, Kartoffelbrei und
Co….alles super also!
Heute geht’s nochmal durch Wellington zum „Stadt erkunden“
und dann immer weiter Richtung Norden.
Wie immer, hier ein paar Bilder
Katja und Michi