Mittwoch, 21. August 2013

Chile


Ein herzliches „Hola“ an alle und willkommen in bzw. aus Südamerika, „buenas dias“ aus Chile!

Nach einem langen aber ruhigen 11,5 Stunden Flug sind wir am 08. August in Santiago de Chile angekommen. Das war schon was, schließlich sind wir durch die Zeitverschiebung angekommen, bevor wir überhaupt losgeflogen sind! Ein langer Tag!

Als Einstand haben wir uns den Luxus gegönnt, uns von dem Hostel was wir gebucht hatten am Flughafen abholen zu lassen. So sind wir raus, dem Menschen mit dem Schild auf dem unser Name stand hinterher und ganz bequem ins Hostel.

Von dort aus haben wir die ersten 4 Tage „Santiago erkundet“.
Santiago ist eigentlich nicht soooo super schön, gefällt uns aber irgendwie doch total gut. Es gibt sehr viel Kunst auf den Straßen und etliche verschiedene „Viertel“. Sobald man die Straßenseite wechselt erwartet einen eine komplett neue Ecke.


Im Hostel haben wir dann „Biene“ und „Matti“ kennengelernt. Die beiden Hamburger sind fast gleichzeitig mit uns in Chile gelandet und bahnen sich jetzt die Westküste hoch bis nach Ecuador.
Und da wir beide Chile nicht verlassen wollten ohne noch mehr zu sehen, sind wir mit den beiden „Hambuchern“ zur Küste nach Valparaiso gefahren. Von „Valparaiso“ schwärmt hier jeder, und das auch absolut zurecht.
Angekommen sind wir nach 1,5 Stunden Busfahrt (4 Euro - Schnääääppchen) in der schönen Hafenstadt und damit direkt am Meer. (wie der Name Hafenstadt ja eigentlich schon sagt). Auf der Landseite liegt Valparaiso an 42 Hügeln. Und wenn man diese Hügel alle bebaut, ergibt das eine wunderschöne Stadt, die so aussieht.



Durch das unebene Land bzw. die Tatsache, dass jedes Haus am Berg gebaut ist, gibt es in der ganzen Stadt keine zwei gleichen Häuser. Die meisten Häuser haben auf der einen Seite 3 Stockwerke, an der anderen Seite 5. Und das verleiht einen solchen Flair, das auch die ganzen Straßenhunde „ok“ sind.

Mit Biene und Matti haben wir dann an einer Stadtführung teilgenommen, einen Tag mit guter alter Brotzeit am Strand verbracht, Cafe in Cafes getrunken, wahnsinnig viel von der guten Chilenischen Küche gegessen und….ja….noch etwas mehr vom guten chilenischen Wein „probiert“!


An unserem letzten Tag haben wir es dann noch geschafft nach Vina del mar zu fahren. Diese Stadt verschmilzt sozusagen mit Valparaiso, ist etwas „reicher“ und „sauberer“ und sehr angenehm. Nur leider ist Vina del mar, wie alle Städte in Chile, Sonntags zu! Das mag jetzt für euch ganz normal sein, für uns beide ist das furchtbar. Hallo? Was bitte ist mit Mitternacht einkaufen? Und was ist mit Sonntags einkaufen? Warum gibt’s hier Öffnungszeiten? Mei oh mei…furchtbar! :-)
Durch die Öffnungszeiten bzw die Schließungszeit (???) der Läden war Vina del mar leider nicht ganz so schön wie wir erhofft hatten (das Wetterwar auch nicht soooo schön) und so sind wir relativ schnell wieder zurück nach Valparaiso.

Von dort aus ging es dann am nächsten Tag wieder zurück nach Santiago. Am Morgen beim Frühstück saßen dann Mario und Stefan plötzlich am Tisch. Die beiden sind alte (ohje wir werden alt) Freunde von Michi und sind auch länger unterwegs und gerade in Santiago.
So ging es dann zu viert noch den großen „Stadtberg“ von Santiago hoch.


(im Hintergrund sind die Berge, keine Wolken - nur durch den Smog ist das leider schwer zu sehen auf den Bildern)


Abends hat Mario ein Schwertfischsteak gezaubert, was mit Reis und Tomaten + einem Glas Weißwein ein quasi richtig gediegenes Essen war! :-)

Da wir jetzt aber genug Zeit in Chile verbracht haben und alle anderen Interessanten Orte sehr weit weg sind (Chile ist insgesamt über 5.000 Km lang) geht’s morgen mit dem Bus nach Argentinien.
Und wir haben den ersten Südamerikaflug gebucht. Anfang September geht’s von den Iguazu Wasserfällen nach Rio de Janeiro. So langsam nimmt alles Formen an. :-)

Was wir von Chile gesehen haben gefällt uns sehr gut. Michi kann mittlerweile mit „donde esta el bano“ auch nach der Toilette fragen und kommt irgendwie durch. Sobald es eine peinliche Stille in Gesprächen gibt hilft Katja sofort aus!

Ganz liebe Grüße




Dienstag, 6. August 2013

Der hohe Norden


Ohje….wo fangen wir nur an!

Mittlerweile haben wir von unserem letzten Blog aus bzw. aus Wellington den Norden unsicher gemacht und haben – so meinen wir zumindest – alles Wichtige gesehen und können morgen mit gutem Gewissen Richtung Südamerika aufbrechen!

….aber so reicht euch das vermutlich nicht als Info oder?

Na gut! Aaaaaaaaalso:

Mit dem Schwung vom Erdbeben in Wellington aus, sind wir über Napier nach Picton gefahren. Den Tipp mit Napier haben wir von Myrsini und Marcus bekommen. Eine super schöne Stadt, direkt am Meer. Das einzig ironische war (das wussten wir aber schon von Marcus), dass das Erdbeben-Museum in Napier geschlossen hat. Grund: Erdbeben! :-) (aber schon länger her)

Nach einer Nacht in Napier sind wir dann weiter, denn es sollte noch viel auf uns warten.Erstes Ziel war Taupo. Taupo bzw. der große Naturpark südlich von Taupo ist aber eher was für den Sommer. So sind wir nach einem Stadtbummel gleich weiter nach Waitomo.
Dort haben die Waitomo-Caves auf uns gewartet.
Und das war sensationell. Die Waitomo – Caves sind – einfach gesagt – viele Tropfsteinhöhlen, durch welche sich einzelne Flüsse Ihren Weg durchs Gestein suchen. Die Tropfsteinhöhlen zu sehen war schon sehr beeindruckend. Das grandiose war dann aber eine Bootsfahrt auf einem der oben erwähnten Flüsse. Es war stockdunkel. Man konnte wirklich nichts sehen. Bis dann plötzlich über einem tausende kleine Lichter auftauchten. Glühwürmchen! Und zwar so viele, dass die ganze Decke wie ein Sternenhimmel leuchtete.
Da man erst am „Ausgang“ wieder Bilder machen durfte, sind unsere nicht wirklich spektakulär. Deshalb ist hier das Bild von den Plakaten mit angehängt. Das ist zwar nicht von uns, zeigt aber gut wie es in den Höhlen ist und gibt euch eine Vorstellung.



Im Anschluss an unser Höhlen – Abenteuer sind wir dann Abends noch einen Wanderweg in den Wald gegangen. Auch hier waren wieder hunderte Glühwürmchen überall! Aber auch hier sind leider wieder keine sehenswerten Bilder dabei rum gekommen. Müsst Ihr euch selbst vor Ort anschauen :-)

Am nächsten Tag gings es dann nach Rotorua. Und das ist eine Stadt, in der in Deutschland vermutlich kein Mensch leben würde. Rotorua ist thermal so aktiv, dass überall (sogar aus den Randsteinen) Schwefel aus der Erde steigt. Und was im Chemie Unterricht vielleicht der Knaller war, stinkt in echt brutal nach „faulen Eiern“. Und das immer, 24 Stunden am Tag.
Mitten in der Stadt bzw. im Stadtpark sind eingezäunte Flächen, da dort entweder kochender und brodelnder Schlamm, oder schwefelhaltiges Wasser aus der Erde kommt.



Bei einer Wanderung durch den Wald und die Natur von Rotorua hatten wir dann auch eine tolle Aussicht auf „Te Puia“. Den größten Geysir, welcher auch gerade ausbrach als wir Ihn sehen konnten.


Da Katja dann aber langsam genug von Michis „ich war das nicht, hier stinkt die Stadt" hatte und wir auch alles gesehen und gerochen hatten, sind wir dann weiter. Angekommen sind wir am Nachmittag an der Bay of Plenty. „Willkommen hier am Campingplatz, Ihr kommt perfekt zur Ebbe und damit zum Hot Water Beach“.
„Hot Water Beach“ ??? Uh geil, und los.
Also wie genau das jetzt funktioniert können wir euch auch nicht erklären, aber es ist der absolute Oberhammer und läuft ungefähr so ab:
2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Höchstzeit bzw. der Tiefstzeit (wie heißt das?) von der Ebbe läuft man über den Strand. Sobald man merkt, dass die Füße warm werden nimmt man einen Spaten und gräbt los. So hat Michi voller Stolz nach ca. 20 Minuten der „Graberei“ einen kleinen Pool gebaut, während Katja in der Winterjacke eingepackt, Michi anfeuerte. Das Wasser was dort von unten aufsteigt hat bis zu 65 Grad….und ist damit teilweise sau heiß! …so waren wir recht froh, wenn das Meer mal eine eiskalte Welle Meerwasser in unseren Pool spüllte.
Aber so lagen wir dann mitten im Winter vorm Meer im „Pool“ und haben den Sonnenuntergang genossen. Michi – hart arbeitender Mann wie er ist – hat zwar gleich Blasen an den Fingern vom Graben bekommen, die warns aber definitiv wert!



Vom Hot Water Beach gings dann an Auckland vorbei in den Norden. Wir wollten erst noch ganz hoch bis ans Ende von Neuseeland quasi, allerdings sind die Strände und Buchten jetzt im Winter nur zum anschauen gut, sodass wir uns das für unseren nächsten Neuseeland Aufenthalt aufheben. Das Angenehme war dann, dass wir so weniger fahren mussten und uns mehr auf Wandern konzentrieren konnten. So hatten wir auch noch genug Zeit die Ost und die Westküste zu sehen.
Im Westen gab es dann noch die Kauri-Bäume zu bestaunen. Der größte von diesen Bäumen ist der Tane Mahuta. Er hat einen Stammumfang von fast 14 Metern und ist ca. 2000 Jahre alt. Wow! Mitten im Wald steht da auf einmal so ein Baum! Irre!


 
Und zu guter Letzt ging es dann nach Auckland. Wir sind zwar todtraurig, dass wir jetzt kein Auto mehr besitzen, aber irgendwie reichen dann fast 3 Monate campen doch aus….
Und auch wenn unser „Happy“ furchtbar untermotorisiert war – bei Hügeln war regelmäßig der zweite Gang angesagt, und hier gibt’s mehr Hügel als Flachland – war er dennoch zuverlässig und super bequem. Gefahren sind wir 4.410 Kilometer. Also nicht mal die Hälfte wie in Australien.

Auckland zum Schluss war bzw. ist nochmal eine richtig schöne moderne Stadt. Wir haben uns hier mal wieder ein Hostel gebucht und sind so mitten drin.


So, und jetzt gehts los nach Südamerika. Michi wird sich jetzt auf "nett lächeln" konzentrieren, unterhalten kann er sich ja ab jetzt nicht mehr. Außer "una cerveza grande" reichts für nicht viel....wobei er der Meinung ist, "das reicht"! :-)





Donnerstag, 1. August 2013

Foto-Love-Story

Ach auf Weltreise zu sein ist schon schwer!

Morgens steht man auf wenn man ausgeschlafen ist, rasiert sich, und startet dann in ...naja...wonach es einem halt gerade so ist!

Moment mal....so ganz richtig ist das eigentlich nicht.....

Mann muss sich ja garnicht ständig rasieren!

Und wie man so aussieht, wenn man den Traum ALLER Männer lebt, zeigt folgende Foto-Love-Story!









Doch irgendwann hat wohl alles ein Ende!

Da kann dann weder Captain Barbarossa...



...noch König Ludwig III...


oder alle anderen saucoolen (ehrlich, saucoolen!) Freunde....


  

….helfen!

In Neuseeland wird geschoren, ob es nun das schwarze Schaaf, das weiße Schaaf, oder der rote Michi ist!
 

...und so schauen wir uns die schöne Welt halt wieder "gepflegt" an!