Mittwoch, 30. Oktober 2013

Costa Rica


Mei oh mei oh mei oh mei oh mei oh mei oh mei!

Zwei Wochen sind wieder rum, Costa Rica neigt sich dem Ende und schon wieder gibt’s so viel zu erzählen, dass wir uns erstmal sortieren müssen.
Angekommen in San Jose (Hauptstadt), wurden wir persönlich am Flughafen abgeholt. Aber nicht von einem Hostel oder irgendwem….nein, VIEL besser!

Als Katja noch in der Schule war (laaaaang ists her) war Monica aus dem schönen Costa Rica für drei Jahre eine Ihrer besten Freundinnen. Monicas Vater hat in München gearbeitet und so war die ganze Familie in Gräfelfing. Der Kontakt blieb bestehen, und nun durften wir zwei in Costa Rica bei Monica und Ihrer Familie unterkommen. Und wie!
München hat wohl Eindruck hinterlassen :-)
Überall findet man in dem wunderschönen Haus „bayerische Teller“ vom Kloster Andechs, mit Bildern von unserer wunderschönen Landeshauptstadt, oder einfach Bilder von Weißwurst und Brezn. Ein Traum! (die rießen Bar auf der Terrasse mit Blick auf San Jose muss hier selbstverständlich auch erwähnt werden)




Wir hatten zunächst zwei gaaaaanz faule Tage, in denen wir unseren Aufenthalt geplant haben und dann gings los.

Als erstes Stand eine 4 stündige Busfahrt an die pazifische Küste auf dem Programm. In „Manuel Antonio“ haben wir uns für zwei Nächte eingebucht und eine Tour in den Nationalpark „nebenan“ gemacht. Costa Rica besteht zu über 25 % aus Nationalparks und tut somit einiges um die wunderbare Landschaft zu schützen.
In dem Park fanden wir alles was wir uns erhofften. Krabben, Faultiere, bunte Vögel aller Arten und vorallem Affen. Einer von diesen hat wohl die Menschen am Strand mit Sonnencreme beobachtet, und nachdem er sich eine Tube davon geklaut hatte, wusste er ganz gut wie diese zu verwenden hatte!





 Zurück ging es Mittwochnachmittag nach San Jose. Und weiter ging es direkt Donnerstag in der Früh. Um 4:30 Uhr klingelte der Wecker (Reisen ist halt kein Urlaub :-)), und 90 Minuten später saßen wir mal wieder im Bus. Die anschließende Bootsfahrt durch einen „Dschungelkanal“ führte uns direkt nach Tortuguero an der Karibikküste.
Tortuguero ist berühmt für seine Schildkröten, die an diesen Stränden Ihrer Eier legen. Und zack bumm wahnsinn jetzt Achtung hier kommt der Hammer! Glück muss man haben….als wir um 3 Uhr nachmittags den Strand betreten haben, war dieser kurz darauf voll mit……jaaaaaaaa! Mit Babyschildkröten die gerade aus den Eiern geschlüpft sind und sich umgehend auf den Weg zum Meer gemacht haben. Also sogar Michi muss sagen „das war das wohl süßeste aller Zeiten“



 Diese kleinen Schildkröten haben leider nur eine Überlebenschance von ca. 1 %, da sowohl am Strand auf dem Weg zum Meer (Vögel und Co) als auch im Wasser (Fische und Co) nur darauf warten diese Schnuckel zu fressen. Zumindest am Strand haben wir Sie beschützt, mit allen Mitteln….


Kurz vor Mitternacht sind wir dann nochmal zurück zum Strand. Hier konnten wir eine RIEßENGROßE (RIEßENGROOOOOOßE – ca. 2 Meter) Schildkröte aus dem Meer kommen sehen, ein Loch buddeln, Eier legen, Loch zu buddeln und wieder zurück ins Wasser „laufen“, beobachten.
Um die Tiere nicht zu erschrecken und zu schützen durfte man hier keine Bilder machen. Tut uns leid! Aber ihr könnt uns glauben, gigantisch und wahnsinnig beeindruckend!!!

Am nächsten Tag konnten wir dann alle möglichen Affen, wieder Faultiere, und hunderte Vögel in den Wasserkanälen beobachten. 




Michi hat dann am „freien Nachmittag“ noch eine Kanutour gemacht. Das ca 8 Meterlange (!!!) Krokodil….oder war es ein 80 cm Meter kleiner Kayman….egal….was er fand, hat Ihm aber genug Angst eingejagt um Katja am Pool so schnell wie möglich zu besuchen und sich dort etwas auszuruhen!


 Zurück in San Jose hatten wir diesmal einen Tag Aufenthalt, den wir für einen Stadtbesuch nutzten. San Jose ist ganz nett, aber halt eine Großstadt. Da Ihr Städte ja vermutlich kennt, sparen wir uns hier mal Bilder.
Schließlich gings ja auch sofort weiter. Wieder Richtung Pazifik. Nach einer langen 6,5 stündigen Fahrt waren wir in Tamarindo.
Tamarindo ist eine kleine nette Touristenstadt nahe von Nicaragua, ganz im Norden von Costa Rica. Am ersten Tag gings an den Strand, am zweiten Tag dann zum ….man könnte wohl Nationalsport von Costa Rica sagen…. Zip Lining bzw. Canoping!
Rauf auf die Bäume, angehängt ans Seil ging es bergab. Im Sitzen, in „Superman“ – Position quasi auf dem Bauch „liegend“ bzw. „fliegend“ oder kopfüber! Alles haben wir mitgemacht!


 
Tja, und schon sind wir wieder mal in San Jose! Morgen geht’s ab nach Mexiko….wir freuen uns schon auf Sombreros und Tequilla! Ach…Klischees sind einfach was Schönes! :-)

Servus chicos
Katja und Michi






Mittwoch, 16. Oktober 2013

Peru


Hola Chicos,

bevor es für uns zwei morgen früh ab Richtung Karibik geht, haben wir mal wieder einiges zu erzählen!

In Puno angekommen sind wir vom Busbahnhof zunächst mal mit einer Art Tuk Tuk (eine Art ist gut – es war ein Tuk Tuk) ins Hostel gefahren. Mei wie schön, endlich wieder ein Tuk Tuk!

Dort konnten wir dann direkt einen Ausflug für den nächsten Morgen buchen. Auf zu den Floating Islands der Uros! Weltbekannt, müssen wir ja nix mehr sagen oder?

Danach ging es…..na gut…so „weltbekannt“ sind diese schwimmenden Inseln dann vermutlich doch nicht, also hier eine kurze Erklärung:
Die Uros sind quasi Vorfahren von den Inkas und sind vor hunderten von Jahren nach Verfolgung auf den Titicacasee geflohen. Dort haben Sie mehr oder weniger aus Schilf „Ballen“ gepresst, noch mehr getrocknetes Schilf darüber gelegt und auf den daraus entstandenen Inseln Ihre Häuser und alles was man so braucht, gebaut.
Das war super interessant zu sehen, nur als wir dann an einer Insel ankamen und uns die Damen in einer Reihe begrüßten, unter anderem auswendig gelernte englische Lieder sangen und uns in Ihren Häusern sämtliches Zeugs (vorallem Kissenbezüge) verkaufen wollten, war eines klar: Das ist die touristischste Tour die wir je gemacht haben.




Nach diesem „kulturellen Schock“ (oder eben nicht) gings dann am nächsten Tag gleich weiter. Nachdem wir vor knapp 6 Monaten schon gebucht hatten, mussten wir ja zeitig in Cusco sein. „Der Inka Trail zum Machu Picchu geht sich ja nicht von allein!“
Oh nein, das tut er nicht, das muss als erstes Mal gesagt sein!

Aber von vorne. Angekommen, ging es nach einem entspannten Abend erstmal wieder auf eine „Free Walking Tour“ (wie immer diese „Studenten-Umsonst-Stadtführung“). Und Cucso gefällt uns richtig gut. Eine tolle Mischung aus Inka-Gebäuden, spanischem Einfluss und touristischer Hochburg.



Am Abend wartete dann das Vorgespräch zum Inka Trail. Und nach diesem Gespräch hatten wir auf vieles Bock, nur auf den Inka Trail nicht.
4 Tage laufen war uns ja klar, aber tausende Höhenmeter und 42 Kilometer insgesamt, Rucksack plus Isomatte und Schlafsack schleppen und jeden Tag um 05:00 Uhr aufstehen (ausser am letzten Tag, da gings um 03:30 Uhr raus), traf uns dann doch eher „unvorbereitet“. Oh Gott!

„Für sowas geben wir also unser Geld aus“ – Prost Mahlzeit! ….und da sagt noch einmal einer wir sind im Urlaub!

2 Tage später war der erste Schock verdaut, die Vorfreude sogar gekommen und wir saßen pünktlich um 06:00 Uhr morgens in der Lobby vom Hostel und haben darauf gewartet abgeholt zu werden.
Und 2 Stunden später gings auch schon los. Inka Trail, auf geht’s!
Kurz vor dem Start haben wir uns noch schnell das richtige Wanderequipment besorgt…Stöcke und Flaschentaschen mussten her!


Die nächsten 4 Tage sind wir auf über 4,200 Höhenmeter gewandert, haben traumhafte Aussichten und sehr leckeres Essen genossen. Nur wie kam das den Berg hoch? Die Antwort sieht so aus:




Für jeden „Wanderer“ geht ca. 1 Träger den Inka Trail. Diese Träger gehen alle mit 25 Kg Gepäck und tragen alles was man so braucht. Zelte, Essen, Stühle, …. Irre, und Michi beschwerte sich die ganze Zeit über „Rücken“! (vielleicht wird er „älter“)

An Tag 4 (im Regen losgelaufen) war es dann endlich so weit, erst von weit weg mit Wolken, dann von nahem mit Wolken und schließlich bei perfektem Wetter (sehr selten – Glück gehabt) standen wir also da. Machu Pichhu! Das schönste an Machu Picchu ist, das man eigentlich nix davon weiß, und es steht auch nur noch, weil die Spanier es nie gefunden haben.
Beeindruckend ist es zweifelsfrei!





Zurück ging es dann mit dem Zug und Bus (Gott sei Dank – Michi möchte hier nochmal „Rücken“ erwähnt haben).

Die nächsten 3 Tage haben wir im schönen Cusco entspannt. Alpaca – Steak (eine Arte Lama, und das BESTE Fleisch aller Zeiten), Spaziergänge durch die Stadt, ja sogar zwei Museumsbesuche (ok, eins davon heißt war Pisco-Museum, ist aber eigentlich nur eine Bar) waren bei all der Erholung drin!

Und leider leider muss der letzte Blog hier schon aktualisiert werden. Von wegen keine Nachtbuse mehr. Die Fahrt nach Lima ist dann doch etwas weiter als Michi ganz schlau verkündete. Statt Michis 10 Stunden sind es tatsächlich 21! Und wenn man jetzt kurz überlegt wird einem klar, dass man 21 Stunden Busfahrt ohne durch die Nacht zu fahren eher schlecht schaffen kann.

Naja, immerhin war der Bus der Hammer. Sogar mit eigenen Bildschirmen.


In Lima angekommen ging es erstmal….klar…auf eine kostenfreie Stadttour…und Lima…naja! …Lima ist so wie es uns von vielen beschrieben wurde. „nicht gerade schön“ (immerhing gabs nach der Stadttour einen kostenloses Stampal Pisco-Sour an der Bar - Pisco ist sozusagen der "Nationalschnaps")
Wir hatten hier zwei entspannte Tage in Miraflores, das ist sozusagen das „In-Viertel“ bzw. das „Touristen-Viertel“.

Morgen in der Früh geht’s zum Flughafen und dann über San Salvador nach Costa Rica!

Liebe Grüße
Katja und Michi











Mittwoch, 2. Oktober 2013

Argentinische Iguazus und Bolivien


Nach unseren 2 tollen Wochen in Rio gings pünktlich zu Katja´s Geburtstag zurück nach Argentinien. Es standen schließlich noch die Iguazu-Wasserfälle von der argentinischen (und damit auch spektakuläreren) Seite auf dem Programm.
Gott sei Dank spielte das Wetter mit, sodass wir einen herrlichen Tag mit einer solchen Aussicht genießen konnten.




Mit tollen Momenten im Gepäck ging es dann auf Richtung Bolivien. Wie das war? So:

 24 Bus von Puerto Iguazu nach Salta (Nordargentinien)
1 Nacht in Salta (nette Stadt, aber halt eine Stadt, wir sparen mal Platz, schließlich kommt gleich der Mega-Ober-Super-Mega-Ober (uns gehen die Superlative anscheinend recht schnell aus) - Hammer
12 Stunden Nachtbus zur Grenze nach Bolivien
Über die Grenze gelaufen
1 Stunde Sammeltaxi (2 Euro pro Nase) nach Tupiza

Tupiza ist eine kleine, nein, eigentlich eine winzige Stadt in Bolivien, die zwar ganz nett ist, aber hauptsächlich nur wegen einem Grund angefahren wird. Nämlich:
Salzwüsten-Tour Richtung Uyuni (die nächste Mega-Metropole)!!!

Die nächsten 3 Nächte und 4 Tage sind wir von atemberaubenden Landschaften, den vermutlich spektakulärsten Sternenhimmeln der Welt, einem knallroten See, bis hin zu einem komplett aus Salz gebauten Hotel durch das bolivianische Outback gereist. Innerhalb von 3 Tagen ging es auf knapp über 5.000 Meter Höhe, die wir aber Gott sei Dank ohne Probleme vertragen haben.
Das war so unfassbar schön, das wir dies lieber mit Bilder statt mit Worten zeigen wollen!


 



Wahnsinn oder? Wir haben dann zum Schluss garnicht viel Zeit mit Gaffen verbracht, sondern haben Bilder wie diese gemacht, für die wir (zu 100%) einen Oscar für "das beste Bild" bekommen werden. Gibts den? Egal! Schon mal vielen Dank!





Angekommen sind wir dann in Uyuni. Oh Gott! Nett! Nein, das war höflich! Ehrlich? Uyuni war/ist die vermutlich hässlichste Stadt die wir bisher gesehen haben, so ging es dann ohne auch nur eine Nacht dort zu bleiben direkt weiter nach La Paz. Der Nachtbus war ganz ok, da wir diesen mit ca. 20 bolivianischen Bundeswehr – Schränken geteilt haben war er auch der vermutlich sicherste Bus in Südamerika UND…..unser vermutlich letzter Nachtbus fürs erste! :-)

Ach ja, Ziel war…..La Paz! Was übrigens nicht die Hauptstadt von Bolivien ist….aber egal. In La Paz haben wir dann – wie auch schon in Chile – an einer kostenlosen Stadtführung teilgenommen. (das sind meistens Studenten die sich mit dem Trinkgeld etwas „nebenbei“ verdienen)
La Paz hat innerhalb der Stadt einen Höhenunterschied von 900 Metern, allerdings macht uns die offizielle Höhe von 3.600 Metern nach der Tour eh nix mehr aus.



Bevor wir La Paz verlassen haben, gings aber noch auf die (offiziell!) gefährlichste Straße der Welt!
Death Road Tour war angesagt!
68 Kilometer ging es mit Downhill-Mountainsbikes bergab. Der Anfang war ja noch ganz ok (asphaltierte Straße), doch als wir dann auf die Death Road abbogen, war uns allen recht schnell klar „woher der Name kommt“.




Nachdem wir die Straße dann im dunkeln nochmal im Bus hoch sind (ja…das war teils schon etwas…sagen wir mal „spannend“), ging es am nächsten Morgen weiter.
Auf zur Copacabana! Moment….nein, das war ja schon ;-)
Auf NACH Copacabana! Dies ist eine der „größten“ Städte am Titicacasee und vermutlich auch der Namensgeber für den berühmten Strand in Rio!
Der See selbst:
Irre! Ehrlich gesagt wirkt es eher als ob man am Meer ist, nur ohne Wellen (halt ein See) und ohne Sauerstoff (zwecks 4.000 Metern Höhe). Da der Titcacasee ca. 15,5 x so groß wie der Bodensee ist, kann man sich vorstellen, dass man nicht gerade viel am Horizont erblickt.

Einen Tagesausflug zur Isla del Sol haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen….auf dieser Insel sind laut dem Glauben nicht nur die Inka selbst, sondern auch die Sonne und der Mond erschaffen worden.


 

So! Wie Ihr seht sind wir fleißig unterwegs! Heute gings 4 Stunden mit dem Bus nach Puno. Der See in Puno ist der Gleiche, das Land allerdings nicht. Hallo Peru!

Hasta luego
Katja & Michi